Ferienkurs Grundschule in den Sommerferien: Was bringt er

Symbolbild zum Thema „Ferienkurs Grundschule in den Sommerferien: Was bringt er und für wen lohnt er sich?" – Lernanker Grünwald

Ein Ferienkurs lohnt sich vor allem für Kinder vor einem Klassen- oder Schulartwechsel sowie bei spürbaren Lücken in Deutsch oder Mathe, weil er zentrale Inhalte in kleinen Gruppen ohne Notendruck auffrischt. Die bayerischen Sommerferien dauern rund sechs Wochen [1] und bieten damit Zeit zum Erholen, aber auch eine gute Gelegenheit, Lücken aus dem vergangenen Schuljahr zu schließen und sich locker auf das neue Schuljahr einzustimmen. Für Eltern in Grünwald, Pullach, Baierbrunn und dem Münchner Süden stellt sich weniger die Frage, ob so ein Kurs sinnvoll ist, sondern für welches Kind und welchen Zeitpunkt er passt.

  • Die Sommerferien in Bayern bieten genug freie Zeit, um Erholung und gezielte Wiederholung gut miteinander zu verbinden.
  • Ein Ferienkurs frischt Basiswissen in Deutsch und Mathe auf und schafft damit einen entspannteren Start ins neue Schuljahr.
  • Besonders für Kinder mit Schulwechsel (etwa in die 3., 4. oder 5. Klasse) oder mit spürbaren Wissenslücken lohnt sich das gezielte Üben in den Ferien.
  • Kleine Gruppen, feste Wiederholungsanteile und eine ruhige Atmosphäre sorgen dafür, dass der Kurs als Übung erlebt wird, nicht als zusätzliche Schule.

Warum überhaupt ein Ferienkurs in den Sommerferien?

Sechs Wochen Sommerferien sind für Grundschulkinder in Bayern eine lange Zeit ohne festen Schulrhythmus [1]. Das ist gut so, denn Kinder brauchen echte Erholung, freie Nachmittage und Zeit ohne Stundenplan. Gleichzeitig erleben viele Eltern, dass der Wiedereinstieg nach den Ferien etwas Zeit braucht: Rechenwege, die im Juli noch saßen, wollen im September erst wieder geübt werden. Das ist ein ganz normaler Effekt und kein Zeichen dafür, dass Ihr Kind etwas falsch gemacht hätte. Grundlegende Kompetenzen in Deutsch und Mathe bauen im Lehrplan aufeinander auf [3][4][5], und wenn ein Baustein über Wochen nicht angerührt wird, braucht es meist ein paar Tage, um wieder sicher hineinzufinden. Ein Ferienkurs setzt genau an dieser Stelle an: Er nutzt einen kleinen Teil der Ferienzeit, um Basiswissen noch einmal in Ruhe durchzugehen, ohne dass daraus wieder ein volles Schulprogramm wird. Für Kinder, die im vergangenen Schuljahr beispielsweise mit Textaufgaben, schriftlichen Rechenverfahren oder der Rechtschreibung gehadert haben, ist das eine Möglichkeit, diese Themen noch einmal in kleinen Portionen anzugehen, bevor der neue Stoff obendrauf kommt. Für andere Kinder, die eigentlich gut mitkommen, aber vor dem Schulwechsel etwas unsicher sind, wirkt ein solcher Kurs eher wie ein sanftes Aufwärmen: Man merkt, dass vieles noch da ist, und das gibt Sicherheit.

Für welches Kind eignet sich ein Ferienkurs besonders?

Ein Ferienkurs passt zu ganz unterschiedlichen Ausgangslagen, und genau das macht ihn vielseitig einsetzbar. Besonders häufig profitieren Kinder, die vor einem Klassenwechsel stehen, etwa von der 2. in die 3. Klasse oder von der 4. in die 5. Klasse, wenn zusätzlich ein Schulartwechsel ansteht [6]. Der Sprung von der Grundschule in eine weiterführende Schule bringt neue Fächer, neue Lehrkräfte und oft auch ein höheres Lerntempo mit sich. Wer in den letzten Ferienwochen noch einmal die wichtigsten Grundlagen in Deutsch und Mathe auffrischt, geht entspannter in die ersten Schulwochen. Auch Kinder, bei denen im vergangenen Schuljahr spürbare Lücken entstanden sind, etwa weil ein Thema krankheitsbedingt verpasst wurde oder weil sich Unsicherheiten beim Rechnen oder Lesen aufgebaut haben, können von gezieltem Üben in kleiner Runde profitieren. Bei anhaltenden Rechenschwierigkeiten oder Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten ist eine fachliche Einordnung durch die Schulberatung sinnvoll [7][8]; ein Ferienkurs kann diese Abklärung begleitend ergänzen und zusätzlich dazu beitragen, dass Ihr Kind im Alltag wieder sicherer mit dem Stoff umgeht. Und schließlich gibt es Kinder, die einfach gerne in einer festen Struktur lernen und für die ein paar Vormittage mit klarem Ablauf eine willkommene Abwechslung zu vielen freien Ferientagen sind. In jedem Fall gilt: Ein Ferienkurs ergänzt die Erholung der Ferien und ist ein zusätzlicher Baustein, der gut neben freien Tagen Platz findet.

Um die Entscheidung zu erleichtern, hilft ein Blick auf typische Ausgangslagen und was ein Ferienkurs dort jeweils leisten kann:

Ausgangslage des Kindes Was ein Ferienkurs bringen kann
Wechsel von 2. in 3. Klasse Auffrischen der Grundlagen aus Deutsch und Mathe vor dem neuen Schuljahr
Wechsel von 4. in 5. Klasse, ggf. mit Schulartwechsel [6] Sicherheit im Basiswissen, sanfter Übergang in neues Lerntempo
Spürbare Lücken durch Fehlzeiten im letzten Schuljahr Gezieltes Nacharbeiten einzelner Themen in kleiner Gruppe
Unsicherheit bei bestimmten Aufgabentypen (z. B. Textaufgaben, Diktate) Wiederholtes Üben genau dieser Aufgabenformen anhand echter Schulproben
Kind lernt gerne in fester Struktur Klarer Ablauf mit festen Vormittagen als Ergänzung zu freien Ferientagen

Wie läuft ein Ferienkurs in der Praxis konkret ab?

Damit ein Ferienkurs wirklich als Übung und nicht als zusätzliche Schulwoche erlebt wird, kommt es stark auf die Gestaltung an. Kleine Gruppen sind dabei ein zentraler Baustein, weil sie individuelles Eingehen auf einzelne Kinder überhaupt erst möglich machen. Bei Lernanker finden die Sommerferienkurse 2026 beispielsweise in Gruppen von maximal sechs Kindern statt, jeweils von 10:00 bis 11:30 Uhr. Ein Kurs mit dem Titel ‘Fit in die 3./4. Klasse’ läuft vom 17. bis 20. August 2026 und richtet sich an Kinder, die nach den Ferien in die 3. beziehungsweise 4. Klasse kommen. Der zweite Kurs, ‘Fit in die 4./5. Klasse’, findet vom 25. bis 28. August 2026 statt und ist für Kinder gedacht, die in die 4. beziehungsweise 5. Klasse wechseln. Inhaltlich geht es in beiden Kursen um Wiederholung der wichtigsten Themen aus Deutsch und Mathe, gezieltes Üben einzelner Aufgabentypen sowie eine sanfte Vorbereitung auf das neue Schuljahr. Geübt wird dabei mit Schulproben von bayerischen Grundschulen nach aktuellem Lehrplan, sodass die Aufgaben nah an dem liegen, was Ihr Kind im Schulalltag tatsächlich erwartet. Der reguläre Unterricht bei Lernanker setzt zudem auf einen festen Wiederholungsanteil von etwa 10 bis 15 Minuten je 60-Minuten-Einheit. Dieses Prinzip der regelmäßigen Auffrischung fließt auch in die Ferienkurse ein. Jedes Kind bekommt eine persönliche Lernanker-Mappe mit dem Material der Woche, und für die Eltern gibt es je Kind eine WhatsApp-Gruppe für regelmäßige Updates, sodass Sie immer wissen, woran gerade gearbeitet wird. Wasser und kleine Snacks stehen bereit, und die Atmosphäre im Institut ist bewusst herzlich und persönlich gehalten, mit einer Du-Mentalität, die es Kindern leicht macht, Fragen zu stellen.

Wie bereiten Sie Ihr Kind gut auf den Ferienkurs vor?

Die beste Vorbereitung auf einen Ferienkurs ist erstaunlich unaufgeregt. Es geht nicht darum, vorher noch schnell zu pauken, sondern darum, Ihrem Kind ein realistisches Bild davon zu geben, was es erwartet. Erklären Sie kurz, dass es sich um ein paar Vormittage mit einer kleinen Gruppe handelt, in denen Dinge aus dem letzten Schuljahr noch einmal geübt werden, damit der Start danach leichter fällt. Viele Kinder sind erleichtert, wenn sie hören, dass es nicht um neue, unbekannte Themen geht, sondern um Vertrautes, das noch einmal aufgefrischt wird. Wenn Ihr Kind vor Schulproben häufiger Bauchweh hat oder sich vor bestimmten Aufgabentypen wie Textaufgaben oder Diktaten fürchtet, ist das ein guter Anlass, genau diese Themen im Ferienkurs anzusprechen. Eine kurze, ehrliche Rückmeldung an die Kursleitung, etwa welche Themen im vergangenen Schuljahr besonders schwerfielen, hilft dabei, die Übungszeit gezielt zu nutzen. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Kind an den Kurstagen ausgeschlafen und nicht direkt nach einer langen Reise anreist, denn Konzentration braucht auch bei einem entspannten Ferienformat eine gewisse Grundfitness. Planen Sie im Idealfall die Kurstage so in die Ferien ein, dass davor und danach noch genug freie Zeit bleibt, damit sich Übung und Erholung sinnvoll abwechseln und der Kurs als angenehmer Baustein der Ferien erlebt wird.

Beispielrechnung zur Einordnung der Ferienzeit: Bei rund sechs Wochen Sommerferien [1] entfallen auf einen vier Tage dauernden Ferienkurs mit jeweils 1,5 Stunden am Vormittag rechnerisch etwa sechs Stunden Übungszeit insgesamt, angenommen ohne Berücksichtigung von Pausen. Gemessen an rund sechs Wochen freier Zeit ist das ein kleiner, klar abgegrenzter Baustein, der Raum für Ausflüge, Freibad und Nichtstun ausdrücklich offenlässt.

Häufige Fragen

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Ferienkurs in den Sommerferien?

Am sinnvollsten ist ein Zeitpunkt in der zweiten Ferienhälfte, wenn genug Erholung stattgefunden hat, aber noch etwas Abstand zum Schulstart bleibt. Die bayerischen Sommerferien dauern rund sechs Wochen [1], sodass sich Erholung und ein kurzer Auffrischungskurs gut kombinieren lassen. Die Lernanker-Kurse im August, kurz vor Schulbeginn, sind bewusst so gelegt, dass die Inhalte noch frisch im Kopf sind, wenn es wieder losgeht.

Wie läuft so ein Ferienkurs konkret ab?

Im Ferienkurs wird der Stoff aus Deutsch und Mathe des vergangenen Schuljahres in kleinen Gruppen wiederholt und gezielt geübt. Bei Lernanker geschieht das anhand von Schulproben bayerischer Grundschulen nach aktuellem Lehrplan, ergänzt durch einen festen Wiederholungsanteil, wie er auch im regulären Unterricht üblich ist. Jedes Kind erhält eigenes Material in einer persönlichen Mappe, und die Gruppengröße von maximal sechs Kindern ermöglicht es, auf einzelne Fragen einzugehen.

Wie melde ich mein Kind für den Ferienkurs an?

Die Anmeldung für die Sommerferienkurse 2026 von Lernanker erfolgt über die Kontaktseite auf lernanker.de. Dort erfahren Sie auch die aktuellen Preise sowie freie Plätze für den Kurs ‘Fit in die 3./4. Klasse’ vom 17. bis 20. August oder ‘Fit in die 4./5. Klasse’ vom 25. bis 28. August 2026. Ein kurzes Erstgespräch vorab hilft dabei, den passenden Kurs für Ihr Kind auszuwählen.

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Quellen

  1. Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: Ferien und Feiertage
  2. Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: Grundschule
  3. Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: Unterricht und Fächer der Grundschule
  4. LehrplanPLUS Bayern: Grundlegende Kompetenzen zum Ende der Jahrgangsstufe 4
  5. LehrplanPLUS Bayern: Bildungs- und Erziehungsauftrag Mathematik Grundschule
  6. Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: Übertritt und Schulartwechsel
  7. Staatliche Schulberatung in Bayern: Rechenschwierigkeiten
  8. Staatliche Schulberatung in Bayern: Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten
  9. Staatliche Schulberatungsstelle München
  10. Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: Ferienangebote unter Schulaufsicht



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